08.10.2015

Ausmisten - weniger ist mehr/ Meine sieben Tipps

In den letzten Tagen war es hier ruhiger, weil ich am Ausmisten war! Es ist unglaublich, wie viel sich ansammelt und ich denke, Euch geht es nicht anders, oder? Im Moment habe ich es gern, wenn alles ordentlich und reduziert ist und das bedeutet, ich muss mich von zahlreichen Dingen trennen. Vielen fällt das nicht leicht, ich weiß. Aber fängt man erst einmal an und sieht letztendlich das Ergebnis, macht es richtig Spaß!

Und hier meine Tipps zum Ausmisten, vielleicht für einige nicht neu, dafür motivierend :-)

1. Räumecheck

Geht durch jeden Raum und schaut Euch genau um. Was findet ihr wirklich noch schön, was steht nur so herum und man hat sich schlichtweg einfach nur an den Anblick gewöhnt, was könnte entfernt werden, weil man es doch nach all den Jahren über hat? Was könnte an einen anderen Platz? Was müsste mal dringend gesäubert/ repariert/ ausgetauscht werden? Auch Möbel halten nicht ewig. Ich überlege mir oft, wie es wäre, wenn das nicht mein Haus wäre, sondern eine Ferienwohnung. Was würde ich aus der Sicht eines Gastes bemängeln? Das sollte erneuert werden. Vergesst bei dem Check nicht den Keller, den Dachboden und die Garage, sofern ihr eine habt, das sind meistens die Problemräume!

2. Hortet ihr?

Dieses Shampoo auf Vorrat, diese Lebensmittel für später ... und schwupps, hat man mehr angehäuft "für später", als man vielleicht wirklich benötigt. Ich gebe zu, ich habe gerne Lebensmittelvorräte. Die Tiefkühltruhe war immer gut gefüllt - bis sie kaputt ging und ich alles entsorgen durfte. In der Speisekammer hatte ich zahlreiche Müslis und  Co auf Vorrat, leider hatte ich mit einem die Mehlmotten eingeschleppt. Und da ich viele Vorräte hatte, war das auch einiges, was ich wegwerfen musste. In Zukunft werde ich nur eine wirkliche "Notration" dahaben, denn wer braucht Vorräte für Wochen, wenn der nächste Supermarkt in der Nähe ist? Das nimmt nur unnötig Platz in Anspruch. Eine große Tiefkühltruhe könnte dadurch sogar durch eine kleinere ausgetauscht werden, die weniger Energie verbraucht. Vorräte für ein bis zwei Wochen plus Dinge, die man immer im Haus haben sollte, reichen meines Erachtens völlig. Anders ist es nur, wenn man abgeschieden lebt.

Alte Magazine solltet ihr zeitnah entsorgen, ggf. Artikel herausreißen, die Euch interessieren. Aber meiner Erfahrung nach schaut man sich diese danach nie wieder an. Auch ausgelesene Bücher müssen nicht in den Bücherschrank, außer, ihr wollt es wirklich noch einmal lesen. Verkauft sie bei ebay, solange sie noch aktuell sind.


3. Ebay, Flohmarkt, Spenden oder Wegwerfen?

Bei jeder Sache, die ich ausmiste, überlege ich, was ich damit mache. Ist es noch ein guter Markenartikel, dann stelle ich ihn bei ebay ein, sperrige Dinge/ Möbel in die ebay Kleinanzeigen. Kleinkram wie Deko oder hübsche Trendmode-Artikel gehen in die Flohmarktkisten. Damit das nicht auch Überhand nimmt, spende ich auch immer einen großen Teil, zum Beispiel zu Oxfam oder an Kinderheime bei Spendenaktionen. Und Kleidungsstücke, die kaputt sind, ausgelatschte Schuhe, Bücher, die sowieso keiner mehr liest, Dekogegenstände mit Macken, Wohnzeitschriften älter wie ein Jahr usw. kommen in den Müll! Ich erlebe immer wieder, dass total verwaschene Sachen, Kleidung mit Löchern, angeschlagene Vasen, zerfledderte Bücher usw. auf dem Flohmarkt landen. Ich ärgere mich darüber, sieht man nicht genau hin, hat man etwas mit Loch gekauft. Also: ab damit in den Müll, egal welche Marke darin steht und ob das Teil teuer war, kaputt ist kaputt!

Geht dann auch wirklich verkaufen! Am besten einmal im Frühjahr, einmal im Herbst. Ich war immer zu faul, was die Folge hatte, dass sich immer mehr Kisten stapelten - auch nicht Sinn der Sache. Jetzt habe ich mich aufgerafft und tatsächlich sehr viel verkauft! Im Keller ist Platz und mit den Einnahmen für Dinge, die nur herumliegen, kann man sich etwas Schönes gönnen!

Ihr könnt Dinge auch verschenken, aber darauf achten, dass der Beschenkte sich auch wirklich darüber freut :-))



4. Weniger ist mehr!

Im Moment geht der Trend zur Übersichtlichkeit. Viel Raum, wenig Deko, Hingucker statt wildes Durcheinander. Oder wenn ihr gern kleinere Dekogegenstände mögt, bleibt bei wenigen Farben, das wirkt harmonischer. Ich mag derzeit am liebsten weiß, braun und grün. Einzelne Objekte kommen viel besser zur Geltung, wenn sie nicht in einem Haufen anderer Dinge, die drum herum stehen, verschwinden. Behaltet nur, was ihr wirklich schön findet und an was ihr Euch erfreut. Alles andere kommt weg.


5. Alles hat seinen Platz!

Meist liegt irgendwo irgendwas herum. Wenn ihr Euch einen festen Platz für die Dinge überlegt und sie auch immer dahin wieder zurückbringt, kommt es erst gar nicht zum Chaos. Bei uns lagen zum Beispiel immer Münzen herum, die man in Hosentaschen, in Taschen usw. findet. Ich hatte noch eine lustige Spardose im Keller zu stehen, die wir als Münzsammelstelle umgewandelt haben. Münzen, die gefunden werden, wandern in das Schaf. Und wenn sich genug angesammelt hat, dann gehen wir als Familie essen. Selbst mein Sohn macht so eifrig mit. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell sich die Spardose immer füllt!


6. Was kann weg?

Abgesehen von den Dingen, die ich in Punkt 3 erwähnt habe, gibt es sicherlich noch einiges, was durchgesehen werden kann: alte Kassenbons, der Medikamentenvorrat, Kosmetikartikel, Modeschmuck, Postkarten, Kataloge, Küchenutensilien...alles, was ihr nicht mehr benötigt, was abgelaufen ist und ihr seit ein bis zwei Jahren nicht mehr benutzt habt, kommt weg. Nur Erinnerungsstücke aufheben, an die ihr wirklich schöne Erinnerungen habt. Sonst weg damit. Das betrifft auch Dekogegenstände, die "man vielleicht wieder hinstellt". Ich habe Dinge, die liebe ich und Dinge, die ganz hübsch sind, ich sie aber einfach zu lange gesehen habe. Für jemand anderes sind sie neu - also besser verkaufen als in den Keller stellen, wo sie vermutlich Jahre stehen! Eine Bekannte meinte, sie manche sich von manchen Dingen immer Fotos, bevor sie wegwandern - als Erinnerung. Das finde ich eine gute Sache!



7. Sonderthema Kleiderschrank

Voller Kleiderschrank und trotzdem nichts anzuziehen? Am besten ist es, regelmäßig seine Sachen durchzusehen und sich folgende Fragen zu stellen: Passt es mir noch? Habe ich es in den letzten 12 Monaten getragen? Ist es bequem, fühle ich mich wohl darin? Ist es in einem guten Zustand (ohne Löcher, Flecken, Peeling usw), Ist es noch mein Stil/ modern? Wenn nicht: ausmisten! Nicht den Fehler machen, Sachen, die zwar noch gut sind, aber nicht mehr so modern, oder Lieblingsteile mit Macken "für zuhause", zum Sport oder zum Streichen zu horten. (Da arbeite ich dran :-)). Zuhause sollte man sich auch nicht gehen lassen. im Sport möchtet ihr doch auch hübsch aussehen und zum Streichen kann man ein Set aufheben, das war es. Ansonsten wie Punkt 3 handhaben. Am besten funktioniert die Methode übrigens, wenn ihr alles erst einmal aus dem Schrank nehmt und jedes Teil einzeln betrachtet. Auch Strümpfe und Unterwäsche nicht vergessen! Und einen festen Termin setzen, zum Beispiel einmal zum Frühjahr, einmal zum Herbst hin.

Wie ist es bei Euch, mistet ihr regelmäßig aus? Habt ihr noch Tipps dazu?


Eure 


Kommentare:

  1. Vielen Dank, für diesen motivierenden Post, liebe Tinka! Ich kämpfe auch immer wieder ;-)..........gerade Keller und Dachboden müssen mal radikal ausgemistet werden. Und ich hadere auch mit meiner riesigen Sammlung an (wirklich hochwertigen) Wohnzeitschriften...........aber da muss ich durch, es werden immer mehr, das macht keinen Sinn. So hat eben jeder seine Schwachstellen..........werde deine Zeilen nochmal in Ruhe auf mich wirken lassen und dann gleich zur Altpapiertonne wandern (mit einem Stapel Zeitschriften ;-). Allerliebste Grüße,

    bis bald, herzlichst Jade

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    1. Keller und Dachboden, das sind auch noch meine Problemfelder. Und wir haben drei Kellerräume...Wohnzeitschriften lassen sich prima verkaufen, vielleicht ebay Kleinanzeigen? Als Paket? Das geht dann auch schneller als wenn man jedes Heft einzeln einstellt.
      LG
      Tinka

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  2. Oh, da geht es mir wahrlich wie dir. Wegschmeißen, dass was man nicht mehr braucht und es über hat, ist so befreiend. Hat man erst einmal den Schritt getan, dann befreit es ungemein. Man hat im wahrsten Sinne wieder Luft zum atmen. Viele Bücher, Zeitschriften haben sich im Laufe der Zeit bei mir angesammelt. Weg damit! Oftmals weiß man gar nicht mehr was man alles so hat. Also packen wir es an!

    Einen lieben Gruß, Kerstin

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    1. Das ist so, fängt man erst einmal an und man sieht ein Ergebnis, wirkt es befreiend!!
      LG
      Tinka

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  3. Liebe Tinka,
    ich bin ständig am Ausmisten! Letzten Winter habe ich sehr viel verkauft, verschenkt und entsorgt. Jetzt geht es nach einer Sommerpause wieder weiter, es ist nicht mehr so viel, aber ich bleibe dran.

    Liebe Grüße
    Sybille

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    1. So handhabe ich das jetzt auch, man muss sich Fixpunkte setzen, Sommer, Winter zum Beispiel!
      LG
      Tinka

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  4. Hallo Tinka,

    du hast alles gesagt :). Genaus ist es.
    LG
    Ursula

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  5. Liebe Tinka, das ist ein tolles Thema. Danke für die Tipps! Ich habe mir nämlich auch so einiges vorgenommen: 4 Kleiderschränke und das Arbeitszimmer! Die haben es bitter nötig!!!

    Greetings & Love
    Ines

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    1. Vier Kleiderschränke, ich miste übrigens am liebsten die Kleiderschränke aus!
      LG
      Tinka

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  6. Nachtrag liebe Tinka - das war dann ein kleiner Tritt und ich hab einfach das entsorgt was schon lange steht und einfach nimmer gefällt.
    D.h. ich hab jetzt keine Übertöpfe etc. mehr *hüstel..... nur noch die wenigen die mir gefallen, die sind bepflanzt und das reicht auch eben weniger ist mehr.

    Ach ja und die absolut häßliche gartentischdecke wobei die mir vor drei Jahren noch absolut gefallen hat
    LG
    Ursula

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    1. Das freut mich, dass es Dich motiviert hat!!
      LG
      Tinka

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  7. Ausmisten ist wirklich befreiend liebe Tinka. Ich mache das auch immer mal wieder. Leider nur in kleinen Schritten, aber immerhin. Nun bin ich gerade die Dekosachen durchgegangen,
    Das mit dem "wohin damit" ist wirklich immer so eine Sache. Neulich war ich tatsächlich mal auf dem Flohmarkt - zum Verkaufen. Und gerade läuft auch ein Blogflohmarkt bei mir. Wegschmeißen tue ich nur das wirklich unansehnliche, aber davon gibt es so gut wie nichts mehr hier.
    Liebe Grüße
    Birthe

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    1. Super, das macht doch auch Spaß, das Verkaufen, oder? Ich finde, auf Flohmärkten erlebt man die verrücktesten Sachen.
      LG
      Tinka

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  8. sehr tolle tipps! ich geh das räumen und ausmisten auch jedesmal ganz falsch an und dann ist auch der erfolg immer nur sehr mäßig. dein tipp, sich vorzustellen, es sei ein ferienhaus oder von jemand anderem find ich gut. das werd ich probieren.. mal schauen, was alles rausfliegt. ;-)

    schönes wochenende!
    rebecca

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    1. Bei mir funktioniert das, da ich in Ferienwohnungen sehr kritisch bin :-))
      LG
      Tinka

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  9. Ab und an habe ich so Phasen, wo ich wirklich radikal aussortiere. Dann bin ich eiskalt :D Mein Freund hängt nur leider hinterher. Der kann das ganz schlecht und meint, alles irgendwie nochmal brauchen zu können.
    Dem werde ich deine Tipps heute mal vorlesen ;)
    Lieben Gruß,
    Jenny

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  10. Liebe Tinka,
    Ein sehr schöner und motivierender Post rund ums ausmisten.
    Einen heißen Tipp habe ich noch,mistet ohne Mann aus ...
    Vor meinem Sommerurlaub habe ich alles durchleuchtet, ich habe immer die fixe Idee das alles clean sein muss, falls uns unterwegs etwas passiert ;-)
    Und ohne jemanden im Rücken der die aussortierten Sachen nochmal anschaut ist das deutlich einfacher.
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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    1. Ja, Sabine und Jenny, DAS kann ich wirklich noch ergänzen :-)) Mein Mann holt auch immer noch einiges wieder aus den Flohmarktkisten raus, was er behalten will und was dann doch nur rumliegt!!
      LG
      Tinka

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  11. Liebe Tinka,
    ja, das Ausmisten ist so eine Sache. Ich tu mir dann auch immer wieder schwer Sachen wegzugeben. Aber - es muss halt immer wieder mal sein ;)!
    Ganz liebe Grüße,
    Christine

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  12. Vielen Dank für diesen Post, liebe Tinka!
    Ich habe mich wieder gefunden. Da ich nächstes Jahr umziehe, habe ich auch schon mal so ein bisschen angefangen, Sachen wegzuwerfen. Fällt mir unheimlich schwer. Aber die vollgeräumten Ecken in meiner kleinen Wohnung stören mich maßlos. Ich werde kommendes Wochenende auf einem Flohmarkt versuchen, mal einiges loszuwerden. Bücher, Modeschmuck, Übertöpfe, Deko, Kleidung....ich freue mich schon auf das befreiende Gefühl, mit leeren Schachteln wieder heimzufahren :-)
    Liebe Grüße, Renate

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  13. ...Ok, der Jeansstapel war gestern schon mal dran ;O)
    Ich miste immer wieder aus, aber Anstupser wie der hier von dir, sind nie verkehrt, lach !
    Liebe Grüße
    Gabi

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  14. So handhabe ich das auch, liebe Tinka. Vieles wird gespendet. Wirklich kaputtes kommt in den Müll. Früher haben wir Kleidung sogar noch wiederverwertet, indem sie z.B. in Streifen geschnitten und für Kissenfüllungen o.ä. verwendet wurde. Doch das ist inzwischen zu mühsam. Ich bin allerdings ziemlich dekotreu oder anders ausgedrückt - unser Mobiliar begleitet uns ein Leben lang. Nur Weniges kommt sehr selten hinzu. Viele Dinge, die liebe Andenken sind, gebe ich nicht fort. Aber die Sachen, die ich z.B. auf Flohmärkten kaufe oder im Brocki erstehe, kann ich problemlos irgendwann ersetzen oder ganz fortgeben. Bei Trends mache ich ohnehin kaum mit, da unsere Möbel schließlich immer gleich bleiben. Ich mag es wohnmäßig nicht, mich ständig an etwas anderes gewöhnen zu müssen, mein Mann auch nicht. Doch die eine oder andere Deko kommt da schon mal hinzu oder wieder weg. Früher hatte ich viele Bücher im Wohnzimmer. Die sind nun in die oberen Räume gewandert und im Wohnzimmer herrscht seitdem "Stille" (optische) :-) Ansonsten achte ich lieber schon darauf, nicht zu viel zu kaufen, damit ich nicht unnötig viel wegtun muß. Mit den Jahren schafft man das immer besser.

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

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    1. Ich hab Möbel auch gern länger, sonst lohnt die Investition ja auch nicht!
      LG
      Tinka

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