Schon lange wollte ich mir mal eine türkise Unterlage für Fotos selber machen! Leider bin ich handwerklich nicht sonderlich begabt....neulich hatte ich dann aber die Idee, einfach ein paar Bretter im Baumarkt zu besorgen, diese zu zersägen, entsprechend zusammenzuschrauben und zu streichen. Total easy, oder? Gesagt, getan.
Erster Schritt: In den Baumarkt fahren. Zwischen zig Brettern herumirren, bis man bemerkt, das die Bretter, die man braucht, in einer separaten Halle sind. Dort zwischen fahrenden (!) Autos zig Gänge ablaufen, bis man endlich die entsprechenden Bretter auf ca. 2m Höhe entdeckt. Zum Glück liegen ein paar etwas schräg, so kommt man gerade so ran, Splitter inbegriffen.
Zweiter Schritt: Mit den Brettern in die Schraubenabteilung gehen und vor gefühlten 1000 verschiedenen Schraubenarten stehen. Irgendwann die Holzschrauben finden und sich erstmal deutlich verschätzen, wie dick die Bretter wirklich sind (deutlich dünner als man dachte). Nach einer halben Stunde endlich ein paar passende Schrauben in der Tüte haben, zum Verkäufer gehen und fragen, ob das auch tatsächlich Holzschrauben seien. Er denkt (!) schon. Gut.
Dritter Schritt: Stolz die Bretter in den Garten legen und eine Säge holen. Unter den Augen des handwerklich begabten Nachbarn anfangen, diese zu zersägen. Nachbar hebt eine Augenbraue und meint, Handwerk sei wohl nicht so meins, geht in den Keller, holt eine Profikreissäge und zersägt meine Bretter innerhalb von zwei Minuten. Überreicht mir diese mit der Bemerkung, dass ich wohl sonst noch heute abend gesägt hätte. Vermutlich, oder das Projekt auf den Wertstoffhof gefahren. Nette Nachbarn muss man haben!

Vierter Schritt: Bretter zusammenschrauben! Das kann ja nun wirklich jeder! Leider will die Schraube nicht so wie ich will. Also nochmals Nachbarn herbeirufen und jammern, dass das sicherlich die falschen Schrauben sind. Nachbar versenkt die Schraube allerdings innerhalb von Sekunden im Brett. Gut, doch die richtigen. Stolz schaffe ich Schraube zwei bis sechs ebenso in die Bretter zu bohren. Schrauben sieben und acht wollen nicht. Nach über einer viertel Stunde gebe ich auf. Leider ist Nachbar inzwischen verschwunden. Idee. Noch-Ehemann ist gerade in der Nähe, ein Anruf, schon ist er da. Meint, wie ich denn Schraube zwei bis sechs geschafft hätte, der Aufsatz des Akkuschraubers sei komplett falsch. Bohrt Schraube sieben und acht innerhalb von Sekunden in die Bretter.

Fünfter Schritt: Streichen. Komplett allein geschafft! Geht doch! Nach so viel Arbeit könnte man ja mal einkaufen gehen. Brett kann ja derweil draußen trockenen. Dummerweise schüttet es während man fröhlich im Supermarkt ist. Daheim sieht die Farbe recht zerlaufen aus. Der Schritt musste wiederholt werden.
(So sieht das ganze dann in der Anwendung aus)
Sechster Schritt: Beschließen, das weiß auch gut aussieht und man dringend Schritt eins bis fünf wiederholen muss, um noch eine türkisfarbene Unterlage zu haben. In den Baumarkt fahren, zielstrebig die Bretter holen, sie dort zuschneiden lassen (!!!), innerhalb weniger Minuten die Schrauben einpacken alles bezahlen. Bretter zusammenschrauben, streichen (naja, eher hellblau, aber auch schön, leider ist der Rasen jetzt enzianblau, wieso müssen Farbtöpfe auch umfallen), fertig, na, ist doch gar nicht soo schwer :-))
Liebe Grüße